Montag, 19. Oktober 2009

Nicht selten keine gute Idee: doppelte Verneinungen

Geben Sie's zu: Sie brauchten mehrere Anläufe, um die Überschrift dieses Posts zu verstehen. Wenn Sie sich überhaupt die Mühe gemacht haben.

Menschen verstehen negative Aussagen schlechter als positive (oder 'affirmative'). Genauer gesagt, benötigen sie mehr Zeit, um Verneinungen zu verstehen.

Sie können sich vorstellen, was bei einer doppelten Verneinung geschieht. Nicht wenigeViele Menschen verstehen eine doppelte Verneinung überhaupt nicht.

Zum Glück gibt es mehrere einfache Lösungen für dieses stilistische Problem:

- Streichen Sie beide Verneinungen. Aus der Überschrift wird dann: Selten eine gute Idee.

- Oder verkehren Sie eines der verneinten Wörter ins Gegenteil: Meistens keine gute Idee.

- Oder verkehren Sie beide Wörter ins Gegenteil: Meistens eine schlechte Idee.

Bei diesem Beispiel lassen sich alle Möglichkeiten anwenden. Ansonsten müssen Sie von Fall zu Fall ausprobieren, was am besten passt.

- Manchmal muss man auch umformulieren. Es gibt Sätze, da kann man die Verneinungen nicht einfach entfernen, weil sich dann der Sinn ändert. Beispiel: Hersteller müssen nicht zeigen, dass Vitamine keine Nebenwirkungen haben. Wenn ich das nicht und das keine entferne, entsteht ein völlig anderer Sinn. Stattdessen kann ich schreiben: Hersteller müssen Vitamine nicht auf Nebenwirkungen testen. Oder: Hersteller müssen nicht untersuchen, ob Vitamine Nebenwirkungen haben.

Ich gebe zu, ich habe beim Verfassen der Überschrift gemogelt, weil ich ein Beispiel benötigte, um die verschiedenen Lösungen vorzuführen.

Natürlich muss es heißen:

Immer eine schlechte Idee: doppelte Verneinungen.

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