Montag, 17. November 2008

Gut und verständlich schreiben - wichtiger denn je

Was man beim Aufräumen so alles findet... Z. B. das Januar-Heft der Zeitschrift "journalist" und darin einen Artikel von Ralf Geißler mit dem Titel Wandernde Wörter. Dort geht es u. a. darum, dass Sprache sich ständig wandelt.

Ein paar Sätze in dem Beitrag habe ich mir unterstrichen, etwa:
Und zu keiner Zeit waren die sprachlichen Anforderungen an den Einzelnen auf dem Arbeitsmarkt so hoch.
Das ist auch mein Eindruck, denn es wird mehr geschrieben und gelesen denn je. Geißler zitiert den Linguisten Peter Eisenberg: "In so einer Gesellschaft fällt es viel stärker auf, wenn sich einige nicht korrekt ausdrücken."

Ralf Geißler hat sich außerdem mit Peter Linden unterhalten, der Journalisten, aber auch Anwälte und Beamte schult, und er hat festgestellt:
Das Interesse, eine knappe und konkrete Sprache zu erlernen, ist groß.
Autoren müssen heute anders schreiben als im 19. Jahrhundert, denn:
Der Leser weiß mehr, und er langweilt sich schneller.
Peter Linden schätzt: "Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass die deutsche Sprache in den vergangenen 100 Jahren fünf Wörter pro Satz verloren hat."

Weitschweifigkeit und Bandwurmsätze sind out. Wer schreibt, muss klar und schlank formulieren. Zumindest, wenn er möchte, dass möglichst viele Menschen seine Texte lesen.

Wie man klar und schlank schreibt, lernen Sie z. B. in diesem Blog. Wenn Sie keinen Post verpassen wollen, abonnieren Sie mein Blog am besten (das geht rechts unter "SCHREIBHANDWERK ABONNIEREN" oder "NEUE POSTS PER E-MAIL") .