Dienstag, 21. Oktober 2008

Rechtschreibfehler, die Sie am besten vermeiden sollten

Die Rechtschreibreform hat viele Menschen verwirrt. Besonders schwierig ist nach wie vor die Groß- und Kleinschreibung. Ich befürworte die radikale Kleinschreibung. Aber das ist ein anderes Thema.

Manche Menschen schreiben Wörter - anscheinend in einem panischen, vorauseilenden Gehorsam - groß, bei denen das beim besten Willen nicht angebracht ist. Zwei Situationen fallen mir immer wieder auf:

1. Ja, die Sache mit der Anrede in Briefen ist verwirrend. "Du" darf man groß oder klein schreiben, "Sie" und das zugehörige "Ihr" soll groß bleiben.

Manche Menschen überfordert das, so dass Siesie plötzlich bei Texten, in denen niemand angesprochen wird, die Umschalttaste drücken.

Ein Beispiel:
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nehmen aus Ihrer Sicht jedoch weniger häufig Versprechen bezüglich Karrieremöglichkeiten wahr, was zu einem erlebten Ungleichgewicht führt. So entsteht der Eindruck, dass Sie mehr in die Arbeit investieren, als sie zurückbekommen.

Möglicherweise empfinden sie (oder Sie) ein fälschlicherweise klein geschriebenes Wort als peinlich. Das würde auch ein zweites Phänomen erklären:

2. Den groß geschriebenen Superlativ. Sie erinnern sich? Groß, größer, am größten. Gut, besser, am besten. Am größten, am besten, am dümmsten - das sind die Superlative der jeweiligen Adjektive und wie die Grundform schreibt man sie schon seit Ewigkeiten klein.

Trotzdem sehe ich in letzter Zeit häufig Formulierungen wie "Am Schlimmsten wäre es, wenn..." oder "Wir treffen uns am Besten...". Vielleicht denken die Schreiber an das Schlimmste oder das Beste.

Tipp:
Im Zweifelsfall kann es helfen, sich zu überlegen, ob man das "am" zu einem "an dem" auseinander ziehen kann.
Beispiel: Es mangelte am Nötigsten. Es mangelte an dem Nötigsten.
Am einfachsten wäre es... An dem Einfachsten wäre es...

Lassen Sie sich nicht verwirren.

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Ich benutze seit jeher den Duden, andere schwören auf den Wahrig.


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