Dienstag, 2. Februar 2016

Verwirrender Perspektivwechsel

Gerade auf der Website der Telekom. Ich möchte die automatische Aufladung für mein Handy einrichten. Dabei kann man verschiedenes auswählen. Hier der Text der Telekom:
Automatisch aufladen wann und wie Sie möchten – auf Wunsch kombinieren Sie einfach den Aufladegrund/ Zeitpunkt. ( z.B. “immer am 06. jeden Monats und wenn Ihr Guthaben unter 5 € sinkt.“)
- Sobald das Guthaben unter 5 € sinkt.
- Sobald die Zahlung meines Tarifes/Option fällig ist & Ihr Guthaben nicht ausreicht.
- Immer am ((hier kann man eine Zahl wählen)) des Monats. 
Ahnen Sie, wo ich stutzte?

Es war der zweite Punkt:
Sobald die Zahlung meines Tarifes/Option fällig ist & Ihr Guthaben nicht ausreicht. 
Worauf bezieht sich das mein und Ihr?

Wer spricht hier? Ich? Dann würde ich sagen, die Telekom soll mein Guthaben aufladen, wenn ich bezahlen soll, aber ihr Guthaben (also das der Telekom) nicht ausreicht. Hä?

Umgekehrt ergibt es auch keinen Sinn. Dann würde die Telekom sprechen, von sich in der Einzahl, usw.

Der Schreiber dieses Textes hat also mitten im Satz - nein, nicht die Pferde - aber die Perspektive gewechselt.

Da die Kunden in der Einleitung angesprochen werden ("Automatisch aufladen((hier fehlt übrigens ein Komma)) wann und wie Sie möchten"), erscheint mir folgende Variante am sinnvollsten:
Sobald die Zahlung Ihres Tarifes/Option fällig ist & Ihr Guthaben nicht ausreicht. 
Wir lernen daraus: Wenn wir unseren Lesern unnötiges Kopfzerbrechen ersparen wollen, sollten wir unmissverständlich formulieren und beispielsweise nicht unvermittelt die Perspektive wechseln, erst recht nicht mitten im Satz.

Sollten Sie darüber hinaus Hilfe benötigen, hab ich was für Sie :-)