Montag, 1. Dezember 2014

Kurzgeschichten schreiben: Den (richtigen) Anfang finden

Bei allem, was wir schreiben, ist der Anfang besonders wichtig, denn er muss Leser ermutigen oder verführen, dem Text eine Chance zu geben und nicht wegzuklicken, weiterzublättern oder das Buch beiseitezulegen und sich einer anderen Geschichte, dem Fernsehprogramm oder Facebook zuzuwenden.

Bei einem Roman, vielleicht von einem Autor, den wir lieben, sind wir vermutlich bereit, uns auch einmal durch einige Seiten hindurchzukämpfen. Eine Kurzgeschichte muss potentielle Leser jedoch schneller packen. Im Idealfall mit dem ersten Satz. Darüber habe ich vor einiger Zeit hier im Blog bereits etwas gepostet: Kurzgeschichten schreiben (Teil 4): Der Anfang.

Jetzt habe ich einen Artikel entdeckt, der sich dazu eignet, uns auf die Sprünge zu helfen, wenn uns einmal gar nichts einfallen will. Die Autorin, Charlie Jane Anders, ordnet mögliche erste Sätze nämlich in unterschiedliche Kategorien ein, die als Inspiration dienen können. Ihr Beitrag trägt zwar den Titel How To Create A Killer Opening For Your Science Fiction Short Story, kann jedoch auch im Hinblick auf andere Kurzgeschichten Ideen liefern. Hilfreich ist außerdem, dass Anders jeweils die Vor- und Nachteile nennt beziehungsweise die Situationen, in denen sich ein solcher Beginn eignet oder auch nicht.

Mir persönlich gefallen Anfänge gut, die ein Rätsel aufgeben oder auf einen Konflikt hindeuten, weil sie uns eher neugierig machen als zum Beispiel die Beschreibung der Szenerie. Aber letztlich kommt es auf die jeweilige Geschichte an und das Geschick des Autors. Ein Stück weit ist es auch Geschmacksache. Lesen Sie am besten selbst: How To Create A Killer Opening For Your Science Fiction Short Story.

Wer sich noch weiter mit dem Thema Kurzgeschichten schreiben beschäftigen möchte, dem empfehle ich mein Büchlein