Donnerstag, 11. August 2011

Sachtexte: Der Ton macht die Musik

Seien es Briefe, Broschüren oder Berichte - ob das, was Sie schreiben, die Leser anspricht, hängt auch vom Ton ab, den Sie anschlagen.

Hier einige Tipps:

Orientieren Sie sich an der Textart und an der Zielgruppe und überlegen Sie, wie formell Sie schreiben müssen und wie locker Sie schreiben dürfen.

Vermeiden Sie Ausflüge ins Vulgäre. Auch Umgangssprache ist oft nicht angemessen.

Vor allem bei längeren Werken sollten Sie darauf achten, den Ton einheitlich zu halten.

Wenn es passt,

- werden Sie persönlich. Schreiben Sie „ich“ und „wir“. Selbst in hoch seriösen englischsprachigen Wissenschaftszeitschriften ist das „Wir“ absolut üblich, in deutschen allerdings anscheinend noch verpönt.

- sprechen Sie die Leser direkt an – mit „Sie“, so, wie ich es in diesem Post tue.

- erzählen Sie Geschichten. Menschen lieben Anekdoten und Schilderungen Ihrer eigenen Erfahrungen. Je nach Art des Textes eignet sich eine (kurze!) Geschichte auch als Anfang.

- zeigen Sie sich von Ihrer humorvollen Seite. Auch Humor ist etwas, das Leser schätzen.

All diese Stilmittel können und sollten Sie, wie gesagt, (nur) einsetzen, wenn es zur Art des Textes passt.

Verzichten Sie auf Ironie. Denn viele Menschen verstehen sie nicht. Das gilt besonders, wenn Sie nicht wie beim gesprochenen Wort durch Mimik und Tonfall klar machen können, wie Sie etwas meinen.
Bei eher informellen Texten können Sie sich mit einem Emoticon behelfen, etwa so: ;-) Im Großen und Ganzen rate ich jedoch von Ironie ab.

Kurz: Schreiben Sie so formell wie nötig und so offen, anschaulich und persönlich wie möglich.