Mittwoch, 6. Juli 2011

Eine lobenswerte Initiative: Netzwerk Leichte Sprache

Vor Kurzem habe ich das Netzwerk Leichte Sprache im Internet entdeckt. Über ihre Ziele sagen die Beteiligten:

Wir wollen, dass es mehr Leichte Sprache gibt.

Zum Beispiel:
bei Briefen vom Amt, Verträgen oder Anträgen.

Leichte Sprache können alle besser verstehen.

Und die Frage Für wen ist leichte Sprache? beantworten sie so:

Jeder Mensch kann Texte in Leichter Sprache besser verstehen.

Leichte Sprache ist besonders wichtig für Menschen mit Lernschwierigkeiten.

Leichte Sprache ist auch gut für alle anderen Menschen.
Zum Beispiel:

Für Menschen, die nicht so gut lesen können.
Für Menschen, die nicht so gut Deutsch können.
Lesenswert sind die Regeln für Leichte Sprache. Sie umfassen einiges, was ich auch hier im Blog und in meinen Sprachratgebern predige:
Kurze, einfache Wörter verwenden.

Viele Verben (und wenig Substantive) benutzen, und zwar im Aktiv.

Auf Verneinungen, wenn möglich, verzichten.
Außerdem finden sich dort noch eine Reihe weiterer Anregungen, wie sich Texte vereinfachen lassen.

Manche Empfehlungen mögen extrem erscheinen. (Etwa: Vermeiden Sie Verweise. Oder: Machen Sie in jedem Satz nur eine Aussage.) Sie öffnen jedoch die Augen dafür, was einen Text schwierig oder aber leicht verständlich macht.