Donnerstag, 30. Juni 2011

Wer konkret schreibt, wirkt glaubwürdiger

Eine konkrete Sprache ist nicht nur anschaulicher. Menschen halten konkrete Aussagen auch eher für wahr als abstrakte - selbst wenn der Inhalt der gleiche ist. Das hat eine Studie mit einem komplizierten und eher abstrakten Titel ergeben: Truth From Language and Truth From Fit: The Impact of Linguistic Concreteness and Level of Construal on Subjective Truth.

In der Zusammenfassung schreiben die Forscher Jochim Hansen und Michaela Wänke:
In Experiments 1 and 2, it was found that statements of the very same content were judged as more probably true when they were written in concrete language than when they were written in abstract language.
Ein Grund besteht darin, dass ein konkreter Schreibstil lebendiger wirkt. Oder in den Worten der Forscher:
Findings of Experiment 2 also showed that this linguistic concreteness effect on judgments of truth could most likely be attributed to greater perceived vividness of concrete compared to abstract statements.
Leider ist die Veröffentlichung selbst hinter einer Paywall versteckt (25 $ für einen Tag Zugang, im Ernst?).

Zum Glück hält das PsyBlog für Wissbegierige weitere Informationen bereit, und zwar in dem Post Why Concrete Language Communicates Truth.