Dienstag, 8. März 2011

Kindle-EBooks: Ansichten einer Indie-Autorin

Ich habe kürzlich zwei E-Books bei Amazon für Kindle veröffentlicht* und möchte in diesem Post über drei allgemeine Aspekte schreiben, die ich dabei berücksichtigt habe. In einem späteren Post gebe ich dann einige Tipps zum Einrichten der Texte für den Kindle.

Drei Dinge sollte man meiner Meinung nach beachten, wenn man ein Buch (ein E-Book) selbst veröffentlicht:

1. Das Cover. Ich habe inzwischen eingesehen, dass das Cover als Kaufanreiz eine wichtige Rolle spielt.

Ich denke, mein Schreibratgeber leidet (trotz guter Besprechungen) darunter, dass ich noch vor einem Jahr dachte: 'Das Cover ist nicht so wichtig, Hauptsache, der Inhalt stimmt'.
Deshalb sieht dieses Cover (mit Hilfe von BoD selbst gestrickt) so aus:


Und das von meiner Kurzgeschichtensammlung so:

Denn dieses Mal habe ich eine Designerin beauftragt. Das Cover der Auskopplung von vier Kurzkrimis mit meiner Heldin Anja Zenk ist ganz schlicht und selbst gebastelt (das ist einfach eine Kostenfrage). Mal sehen, wie die Verkäufe sich entwickeln.

2. Der Preis: Ich stimme J.A. Konrath zu, der nicht müde wird, in seinen Blogposts zu betonen, wie wichtig es ist, als Autor einen günstigen Preis für ein E-Book zu wählen. Denn a) wollen viele Menschen nicht viel Geld für ein E-Book ausgeben und b) sind umso mehr bereit, ein Buch einfach mal auf Verdacht zu kaufen, wenn es weniger kostet als eine Zeitschrift.

3. Kein Kopierschutz: Als Kindle-Autor hat man die Wahl, ob man sein Buch per DRM schützen lässt oder nicht. Ich verzichte darauf, weil jeder, der will, diesen Schutz sowieso knacken kann, wie eine einfache Google-Suche zeigt, und weil man ehrliche Leser damit u. U. verärgert. Denn bei DRM-geschützten Büchern kann es Probleme geben. Nicht jedes lässt sich überall öffnen. S. dazu Verleger Ralph Möllers, der sagt: "DRM ist böse."
Habe ich keine Angst vor Raubkopierern? Die kurze Antwort lautet: Nein. S. dazu auch mein Post E-Books: Gedanken einer Leserin und Autorin (gegen Ende des Beitrags). Und Neil Gaiman beantwortet die Frage Free Books, Books Being Lent, and/or Pirated Can Lead To More Sales? hier ebenfalls mit Ja. Deshalb sind meine E-Books nicht DRM-geschützt.

In einem weiteren Post gebe ich demnächst, wie gesagt, konkrete Tipps für das Einrichten von Manuskripten für Kindle.

Und hier noch einmal Links zu meinen Indie-Büchern:

Print-Bücher
:
Schreibratgeber
Kurzkrimis

E-Books

*und die Veröffentlichung bei einem wieder rückgängig gemacht, weil ich übersehen hatte, dass ich BoD nicht nur die Print-, sondern auch die EBook-Rechte abgetreten hatte (so richtig indie bin ich also doch und immer noch nicht).