Samstag, 15. Januar 2011

Mein Schreibtisch

Gerade fiel mir auf, dass mein Schreibtisch einem Fließband gleicht, auf dem ich Projekte, bzw. die Unterlagen dazu, von links nach rechts verschiebe und abarbeite:

Ganz rechts liegt eine Notiz für meinen Roman an dem ich (fast) jeden Tag zuerst etwas schreibe.

Es folgt ein kleiner Artikel, den ich heute oder morgen beenden und mit drei seiner Kollegen der Redakteurin mailen muss.

Daneben liegen die bereits gelesenen und mit Notizen versehenen Druckfahnen eines Buchs, das ich rezensiere.

Es schließen sich einige Ausdrucke von Zeitungs-oder Blogartikeln an, die ich interessant finde und die in die virtuelle Ablage bei Evernote wandern werden.

Links davon liegt ein Stapel mit Büchern und anderem Material für den ersten großen Artikel dieses Jahres.

Daneben ragt ein To-Do-Stapel auf. Den verschiebe ich nicht, sondern nehme nur Rechnungen herunter, die ich zahlen, oder Formulare, die ich ausfüllen muss. Darunter lagert sich ein Sediment von Ausdrucken ab, die mir wichtig erscheinen und die ich nach vielen Monaten als Altpapier entsorge, wenn ich entdecke, dass sie so wichtig offenbar doch nicht sind.

Ganz links liegt mein "Kalender" mit Terminen, Deadlines usw. - in Wirklichkeit die zwei ausgedruckten Seiten eines Word-Dokuments, in das ich unter der Woche neue Termine eintrage und das ich meist am Sonntag aktualisiere.

Bücher für zwei weitere Projekte liegen auf dem Wohnzimmertisch.

In der zweiten Reihe meines Schreibtischs finden sich u. a. Gerätschaften wie Stempel, Locher, Tesa-Abroller und ein tönerner Becher, der vor Jahrzehnten einmal Pflaumenmus enthielt und in dem ich jetzt Stifte, Scheren und ein Lineal aufbewahre.

Noch mehr Utensilien, z. B. eine Dose mit Büroklammern, lagern auf der Fensterbank.

Außerdem stapeln sich in der zweiten Reihe auf dem Schreibtisch u. a. Unterlagen für einen weiteren längeren Artikel (fällig Anfang Mai) und einen kleinen Ratgeber (Abgabedatum Anfang Juni).

Was soll ich sagen: Als Freiberuflerin muss ich dafür sorgen, dass ich immer genug zu tun habe :-) Und als vielseitig interessierter Mensch* möchte ich das auch. (Ein Projekt, das im Wohnzimmer wartet, ist eine Idee für eine Fenrsehserie, die ich bei Tatort Eifel einreichen möchte (2009 habe ich dort an einem Drehbuch-Workshop teilgenommen).

*Ich verzettele mich nicht, wie ich lange befürchtete, sondern befolge erstens nur meinen eigenen Tipp, an mehreren Projekten zu arbeiten, und zweitens den Ratschlag von Barbara Sher, d. h. I just refuse to choose ;-) S. dieses Buch