Dienstag, 16. November 2010

E-Books: Eine Chance für AutorInnen

Innerhalb weniger Tage habe ich mehrere positive, optimistische Äußerungen von AutorInnen zu den Möglichkeiten des E-Books entdeckt.

Als Erstes hat mich Iris Leister auf diesen ausführlichen Artikel von Cora Stephan (alias Anne Chaplet) aufmerksam gemacht: Revolution in der Gutenberg-Galaxis. Dort schreibt Stephan u. a.:
Amazon stellt seit kurzem eine Plattform zur Verfügung, auf der Autoren ihre Bücher selbst veröffentlichen können – und zwar auch ohne Verlag. Man will dabei die Autoren mit 70 Prozent am Erlös beteiligen (zum Vergleich: An den Buchhandel gehen bis anhin um die 50 Prozent). Auch Apple verhandelt momentan mit den sechs grössten amerikanischen Verlagsgruppen über ähnliche Konditionen. Eine Revolution? Zweifellos. Nur in Europa versucht man die Sache zu verschlafen.

Auch die Autoren schlummern fest. Sie sollten vielleicht einfach einmal nachrechnen: 70 Prozent von 3 Euro oder 10 Prozent von 20 Euro oder 6 Prozent von 9 Euro? Ach? Genau.

Dann fand ich ein Interview mit Rebecca Gablé, mit dieser interessanten Frage und Antwort:
Würden Sie Ihre Romane gerne ins Englische übersetzen lassen?

Gablé Da tun sich gerade mit E-Books durchaus interessante Möglichkeit auf. In den USA hat Amazon zum Beispiel einen eigenen Verlag nur für Übersetzungen gegründet.

Und schließlich sagte John Grisham kürzlich im Wall Street Journal:
The e-book sales are astonishing. Would anybody have thought that a year ago? The future has arrived, and we're looking at it.
E-Books sind für Autoren also kein Grund zum Fürchten, sondern zur Freude, weil sie neue Möglichkeiten bieten.

Einige meiner Gedanken zum E-Book habe ich in diesem früheren Post notiert.