Dienstag, 5. Oktober 2010

Lob der Kurzform

Nein, heute geht es nicht wieder um Twitter, wie in einem vorherigen Post, sondern um Gedichte. Zum ersten Mal in diesem Blog, wenn ich das recht sehe.

Und zwar um kurze Gedichte, deren Form strengen Regeln gehorcht. Da gibt es einige, etwa Sonette, Haikus und Limericks. Aber auch über die schreibe ich heute nicht.

Als Naturwissenschaftlerin finde ich eine Form von Gedicht besonders faszinierend, über die ich kürzlich zum ersten Mal gelesen habe: das so genannten Fib. Es besteht aus sechs Zeilen mit einer bestimmten Abfolge von Silbenzahlen: 1, 1, 2, 3, 5, 8. Und das ist der Anfang von, na?, genau: der Fibonacci-Reihe. Daher der Name Fibs.

Sehr gut gefällt mir dieses Exemplar von Gregory K. Pincus , das ich via Wikipedia in seinem Blog gefunden habe :

One
Small,
Precise,
Poetic,
Spiraling mixture:
Math plus poetry yields the Fib.

Unbedingt auch die Fibs in den Kommentaren lesen!

Mehr über Fibs steht in diesem Post des Blogs Cocktail Party Physics, durch den ich auf diese Gedichtform aufmerksam wurde.

Mathematik und Poesie? Passt wunderbar zusammen, finde ich.