Donnerstag, 21. Oktober 2010

Keine Angst vorm Schreiben: 4. Die beiden Schreibphasen trennen

Jeder Text entsteht in zwei Schritten: Schreiben und Überarbeiten.

Ein Grund für Schreibblockaden besteht darin, dass sich der innere Kritiker schon während der ersten Phase überlaut bemerkbar macht: "Das ist doch alles Quatsch/langweilig/peinlich." "Damit machst du dich doch nur lächerlich." Ich wette, viele von Ihnen kennen das auch.

Wer so kritisiert wird, hat irgendwann keine Lust mehr zum Schreiben oder sogar Angst davor.

Die Lösung: Die beiden Phasen konsequent trennen und während des Schreibens der ersten Fassung dem inneren Kritiker den Mund verbieten oder - die sanftere Lösung - ihn einfach nicht beachten. Beim nächsten Schritt, dem Überarbeiten, darf er sich gerne als Berater zu Wort melden. Aber höflich ;-)

Das sehen auch renommierte, hoch produktive Autoren so.

"I can fix a written page; I can't fix a blank one." Nora Roberts

"You have to be able to get deep into yourself and let these things come out, and they need to be a little bit kind of freeform. You can't say as you're writing it, oh, this has to be just a little better or a little tighter or a little brighter. You just have to let it happen. Then you do the brightening and tightening in your rewrite." Stephen J. Cannell in diesem lesenswerten Interview.

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