Dienstag, 28. September 2010

Keine Angst vorm Schreiben: 3. Schreibsprints

Eine Sonderform der Methode "Kleine Schritte" (s. mein früherer Post) sind so genannte Schreibsprints, die ebenfalls Schreibhemmungen überwinden sollen. Indem man für relativ kurze Zeit sozusagen oder tatsächlich, bis der Wecker klingelt, wie wild und unzensiert schreibt, ohne nach links und rechts zu schauen.

Die Drehbuchautorin Jane Espenson verabredet sich per Twitter mit Gleichgesinnten zu 30-minütigen Schreibsprints (beispielsweise hier und hier). "Keep going if you're rolling!", schreibt sie in ihrem zweiten Tweet. Wenn man einmal die Blockade durchbrochen hat, verbietet einem ja niemand weiterzumachen.

Wenn Sie mit großen inneren Widerständen zu kämpfen haben und der Schweinehund sehr laut knurrt, dann beginnen Sie eben mit einem ganz kleinen Schritt, also einem Sprint von 15 Minuten. Damit Sie in dieser Zeit aber tatsächlich schreiben und sich nicht ablenken lassen, weil Sie glauben, immer wieder auf die Uhr schauen zu müssen, stellen Sie sich einen Küchenwecker oder einen Timer im Internet.

Eine etwas andere Art von Schreibsprints beschreibt Chip Scanlan in seinem Post Chip on Your Shoulder. (Man beachte außerdem die Hinweise auf Rituale und Automatismen, sprich: Gewohnheiten.)

Und ich rufe Ihnen jetzt mit Jane Espenson zu: "Writing Sprint is ON! Go go go!!!!!! See you in half-hour!"

***

Hier finden Sie weitere Posts zum Thema:

Die Schreibangst überwinden