Dienstag, 28. April 2009

Empfehlenswert: Artikel von Serge Debrebant

Heute möchte ich auf einen Artikel in ZEIT Campus hinweisen: Schreiben - Wie die Uni uns versaut. Der Autor beklagt, dass in der deutschen Wissenschaft (immer noch) derjenige als besonders klug und seriös gilt, der unverständlich schreibt.

Ein kurzer Auszug (Hervorhebungen von mir):
Dann klingen die Haus- und Diplomarbeiten an deutschen Hochschulen, als hätten alle ein Lehrbuch für Rhetorik gelesen und sich darauf geeinigt, die Ratschläge in ihr Gegenteil zu verkehren. Fremdwörter sind elitär? Ein Grund mehr, sie zu benutzen! Verben machen einen Text lebendig? Dann nehmen wir doch lieber Hauptwörter – zum Beispiel »Dekonstruktion«! Dazu noch Schachtelsätze und Satzgirlanden.
Leser meines Blogs wissen, dass der Autor, Serge Debrebant, mit seiner Kritik bei mir offene Türen einrennt. Meine Tipps zum Schreibhandwerk hier und in meinem Print-Buch und E-Book "Gut und verständlich schreiben - in zehn einfachen Schritten" sollen gerade solche stilistischen Auswüchse verhindern.

Wer mehr über Debrebants Gedanken über (un)klare Sprache in der Wissenschaft wissen möchte, lese seinen empfehlenswerten Artikel.