Mittwoch, 25. Februar 2009

Der Alltagssprache auf der Spur

Eine schöne Sache ist der Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA), in dem ich stundenlang blättern könnte - wenn ich nicht noch anderes zu tun hätte, wie Posts für dieses Blog zu schreiben.

Immer schon hat mich fasziniert, dass manche Menschen (ich zum Beispiel) Samstag sagen und andere Sonnabend. Schlimmer noch: manche sagen Viertel vor acht (wie ich), andere drei viertel acht (Groß-/Kleinschreibung gemäß Duden!) - und je nachdem, was man gewöhnt ist, fängt das Übersetzen an. Dazu habe ich übrigens eine andere Website entdeckt: Norddeutsche lernen die Uhr zu lesen... mit einer Landkarte. Danach sind die verschiedenen Ausdrucksweise recht gleichmäßig über Deutschland verteilt. Aber vielleicht ist die Auswahl der Befragungsteilnehmer nicht repräsentativ?

Zum Gebrauch dieser Zeitangaben findet man im AdA nichts. Dafür sieht man aber,

Es gibt auch ein Register, in dem noch mehr Varianten aufgeführt sind. Darüber fand ich auch die Verteilung von Samstag/Sonnabend.

Initiiert wurde und betreut wird das Projekt "Atlas zur deutschen Alltagssprache" von Prof. Dr. Stephan Elspaß, Universität Augsburg, und Dr. Robert Möller, Université de Liège.

Wer will, kann an der Befragung teilnehmen, im Moment an der sechsten Runde.