Mittwoch, 15. Oktober 2008

Leere Kalorien: Füllwörter

Füllwörter sind wie leere Kalorien. (Sie wissen schon: Zucker, Weißmehl...) Sie machen Ihren Text dick und schwerfällig.

Wie in einem früheren Post versprochen widmet sich der heutige Beitrag diesem weit verbreiteten Problem.

Einige Beispiele:
Wissenschaftler warben erfolgreich Fördermittel ein.
Finden Sie in diesem Text ein Wort, das man problemlos streichen kann?
Edel sei der Mensch, unbedingt auch hilfreich, und auf alle Fälle gut.

Warum man diese Wörter streichen kann, muss ich nicht erklären, oder?

Zu den Füllwörtern gehören:
ja, wohl, doch, an sich, nun, hinlänglich, zweifellos, zweifelsfrei, wirklich, durchaus, sicher, bestimmt, allesamt, völlig, voll und ganz, ziemlich, regelrecht, sozusagen und viele mehr.

Eine Untergruppe bilden vage Begriffe (auf Englisch weasel words), die andeuten, dass sich der Schreiber nicht festlegen will, etwa grundsätzlich, gewöhnlich, meist.

Wörter wie auch und außerdem, denn und nämlich, jedoch und aber verdeutlichen einen Zusammenhang. Oft sind sie jedoch überflüssig.

Schließlich kann man, wenn man ehrlich ist, in vielen Fällen auf Bekräftigungen wie sehr, besonders oder überaus durchaus verzichten.

Weitere überflüssige Wörter lernen Sie demnächst in dem Post "Doppelt und dreifach gemoppelt" kennen.

Bis dahin immer dran denken: Die Delete/Entfernen-Taste ist Ihr Freund.


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