Dienstag, 23. August 2016

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (53)


Los geht's:

Der Satz
Das hatte keinen Einfluss auf die pathologischen Veränderungen im Gehirn.
Das Problem

Unnötig schwieriges Wort.
Das hatte keinen Einfluss auf die pathologischen Veränderungen im Gehirn.
Die Lösung
Das hatte keinen Einfluss auf die krankhaften Veränderungen im Gehirn.

Weitere Informationen zu dieser Reihe enthalten diese Posts:
- Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (1)
- Ganz einfach besser schreiben – Meine Mini-Lektionen für Schüler und andere.

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Freitag, 19. August 2016

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (52)


Los geht's:

Der Satz
Wie Sie der bestbezahlteste Experte in Ihrem Bereich werden!
Das Problem

Doppelter Superlativ.
Wie Sie der bestbezahlteste Experte in Ihrem Bereich werden!
Die Lösung
Wie Sie der bestbezahlte Experte in Ihrem Bereich werden!
Oder besser:
Wie Sie der am besten bezahlte Experte in Ihrem Bereich werden!

Weitere Informationen zu dieser Reihe enthalten diese Posts:
- Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (1)
- Ganz einfach besser schreiben – Meine Mini-Lektionen für Schüler und andere.

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Dienstag, 16. August 2016

Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (51)


Mit diesem und den folgenden Posts möchte ich meine Reihe Ganz einfach besser schreiben aus dem Jahr 2015 fortsetzen, jedoch weniger aufwändig, sprich: in Form schlichter Blogposts.

Die Minilektionen sollen jeweils dienstags und freitags erscheinen.

Informationen zum Konzept der Reihe enthalten diese beiden Beiträge:

- Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (1)

- Ganz einfach besser schreiben – Meine Mini-Lektionen für Schüler und andere.

Los geht's:

Der Satz
Das Internetportal muss eindeutiger darauf hinweisen, wie es sich finanziert.
Das Problem

Manche Wörter lassen sich nicht steigern.
Das Internetportal muss eindeutiger darauf hinweisen, wie es sich finanziert.
Die Lösung
Das Internetportal muss deutlicher darauf hinweisen, wie es sich finanziert.

Weitere Informationen zu dieser Reihe enthalten, wie gesagt, diese Posts:
- Ganz einfach besser schreiben – Mini-Lektionen für zwischendurch (1)
- Ganz einfach besser schreiben – Meine Mini-Lektionen für Schüler und andere.

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Sonntag, 14. August 2016

Hinter verschlossenen Türen - Locked-Room-Krimis

Drüben in meinem Krimiblog habe ich etwas über so genannte Locked-Room-Krimis geschrieben, Krimis also, bei denen der Mord scheinbar unmöglich war, weil das Opfer allein in einem von innen verschlossenen Raum aufgefunden wurde.

Vieleicht ist mein Post ja auch für Autoren und solche, die es werden wollen, interessant: Morde in verschlossenen Räumen – Locked-Room-Krimis.

Einige weitere allgemeine Informationen enthält zum Beispiel dieser Wikipedia-Eintrag.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Beim Schreiben sollte aller Anfang einfach sein

Ich habe bereits früher einmal darüber geschrieben, warum beim Schreiben aller Anfang nicht schwer sein sollte: Fangen Sie einfach an.

Daran musste ich denken, als ich neulich in einer Pressemitteilung auf den folgenden Satz stieß:
Konträre umweltchemische und ökotoxikologische Facetten weisen kohleartige Materialien inklusive Biokohle in der Umwelt auf, die bis heute nicht vollständig verstanden ist. 
Mein erster Gedanke war: ein schönes Beispiel, um zu zeigen, dass es oft sinnvoll ist, einen Satz mit Wörtern und Konzepten zu beginnen, die dem Leser vertraut sind, und diesem nicht gleich schwer verstehbare Begriffe und Ideen um die Ohren zu hauen. Zuerst wollte ich übrigens, angesteckt von der im Beispielsatz verwendeten Sprache, demonstrieren schreiben statt zeigen. So schnell steckt man sich an ;-)

Als ich begann, den Satz umzustellen, fiel mir ein zweites Problem auf:
Konträre umweltchemische und ökotoxikologische Facetten weisen kohleartige Materialien inklusive Biokohle in der Umwelt auf, die bis heute nicht vollständig verstanden ist. 

Was bezieht sich worauf?


Wie genau ist das gemeint? Bezieht sich in der Umwelt auf die Biokohle, also Biokohle in der Umwelt, oder auf Facetten ... weisen auf, also weisen Facetten in der Umwelt auf? Letzteres ist gemeint. Das lassen die nächsten Sätze vermuten.

Lassen wir also den Satz mit dem Einfachen und Bekannten beginnen. Erst danach erwähnen wir das Schwierige und Neue:
Kohleartige Materialien inklusive Biokohle weisen konträre umweltchemische und ökotoxikologische Facetten in der Umwelt auf, die bis heute nicht vollständig verstanden ist. 
Fällt Ihnen etwas auf? Der Satz war so verquer formuliert, dass ich erst nach der Umformung bemerkte, dass auch in einem zweiten Fall der Bezug nicht stimmte:
Kohleartige Materialien inklusive Biokohle weisen konträre umweltchemische und ökotoxikologische Facetten in der Umwelt auf, die bis heute nicht vollständig verstanden ist
Der Relativsatz bezieht sich -- da das Verb ist im Singular (in der Einzahl) steht -- auf Umwelt. Das ergibt jedoch keinen Sinn. Ich denke, er soll sich auf Facetten beziehen, deshalb:
Kohleartige Materialien inklusive Biokohle weisen konträre umweltchemische und ökotoxikologische Facetten in der Umwelt auf, die bis heute nicht vollständig verstanden sind.

Oder liegt's an der Satzstellung?


Man könnte nun einwenden, dass der Satz deshalb so schwer lesbar war, weil er einen ungewohnten Aufbau hatte, nämlich: Konträre umweltchemische und ökotoxikologische Facetten (Objekt) weisen (Prädikat) kohleartige Materialien inklusive Biokohle (Subjekt) und so weiter, statt wie üblich Subjekt, Prädikat, Objekt: Ich werfe den Ball. Doch daran (allein) kann es nicht liegen, wie dieses Beispiel zeigt:
Gefährliche Eigenschaften weisen kohleartige Materialien inklusive Biokohle in der Umwelt auf ...
Mit einfacheren Begriffen erschließt sich der Satz leichter, selbst bei diesem Aufbau. Aber natürlich hilft es, wenn man Leser nicht durch Unübliches (ver)stört. Sie sollten die Abfolge also nur verändern, wenn Sie zum Beispiel etwas besonders betonen wollen, indem Sie es an den Anfang setzen. Doch dann sollte es einfach formuliert sein.

So viele Probleme


Richtig gut gefällt mir der Satz immer noch nicht. Ein Grund sind unnötig schwierige Wörter:
Kohleartige Materialien inklusive Biokohle weisen konträre umweltchemische und ökotoxikologische Facetten in der Umwelt auf, die bis heute nicht vollständig verstanden sind. 
Leichter zu verstehen ist es so:
Kohleartige Materialien inklusive Biokohle weisen gegensetzliche umweltchemische und ökotoxikologische Eigenschaften in der Umwelt auf, die bis heute nicht vollständig verstanden sind.
Ich weiß, Eigenschaften ist nicht dasselbe wie Facetten, aber wenn man den nächsten Satz betrachtet, ist das wohl gemeint:
Einerseits stellen sie schadstoff- und ggf. klimarelevante Kohlenstoffquellen dar, andererseits können Schadstoffe derart stark an die Materialien (Ruß, Holzkohle, Steinkohle) gebunden werden, dass dies unter bestimmten Bedingungen sogar als Sanierungsstrategie berücksichtigt werden könnte.
Es juckt mir in den Fingern, noch weiter an beiden Sätzen zu arbeiten.

Fazit


Doch wir sollten nicht mein ursprüngliches Ziel aus den Augen verlieren. Und das war, Ihnen zu zeigen, dass ein Satz schon dadurch zugänglicher werden kann, dass wir mit dem Einfachen beginnen. Ich weiß, es ist nur eine Nuance. Aber jedes Mittel sollte uns recht sein, das zur Verständlichkeit beiträgt. Es summiert sich :-)

Vorher:
Konträre umweltchemische und ökotoxikologische Facetten weisen kohleartige Materialien inklusive Biokohle in der Umwelt auf, die bis heute nicht vollständig verstanden ist. 
Nachher:
Kohleartige Materialien inklusive Biokohle weisen konträre umweltchemische und ökotoxikologische Facetten in der Umwelt auf, die bis heute nicht vollständig verstanden sind.

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Montag, 18. Juli 2016

Cliffhanger – Sinn und Unsinn


Der Held rennt auf den Rand einer Klippe zu. Er stolpert und stürzt in den Abgrund. In letzter Sekunde kann er sich mit einer Hand an einem Felsvorsprung festhalten. 

Zur selben Zeit in New York ...

Das, was ich hier skizziert habe,  ist natürlich im wahrsten Sinne des Wortes, aber auch im übertragenen Sinne, ein typisches Beispiel für einen Cliffhanger.

Ein probates Mittel, um Spannung zu erzeugen


Wir Autoren verwenden dieses Stilmittel gerne, um Leser zum Weiterblättern zu bewegen. Denn wer möchte nicht einen so genannten Pageturner schreiben? Ein Buch also, bei dem die Leser einfach immer weiter "umblättern" müssen, bis sie wissen, wie die Geschichte ausgeht. Als Thrillerautorin ist genau das mein Ziel.

Deshalb enden manche oder viele Kapitel je nach Autor und Buch genau dann, wenn es am spannendsten ist. Dann erfährt man entweder im nächsten Kapitel, was als Nächstes geschieht. Oder aber der Autor erzählt uns zuerst,  was andere Personen gerade an einem anderen Ort erleben, um die Spannung noch zu steigern.

Ähnliches gibt es natürlich auch bei Fernsehserien. Auch dort lässt uns das Ende einer Folge manchmal im Ungewissen, wobei es oft sozusagen um Leben und Tod geht,  so dass wir die Fortsetzung kaum erwarten können. Was gerade noch erträglich ist, wenn es bis dahin nur eine Woche dauert. Oder wenn man zum Beispiel bei Netflix schaut und dort die nächste Folge gestartet wird, wenn wir es nicht ausdrücklich verhindern.

Was Leser und Zuschauer oft nicht mögen


Diese beiden Arten, Cliffhanger einzusetzen, erfüllen meines Erachtens ihren Zweck, nämlich Leser und Zuschauer bei der Stange zu halten, und zwar auf eine Art und Weise, die ihnen Spaß macht. Kritischer wird es, wenn ein Buch ausgerechnet mitten in einer spannenden Szene endet und wir nicht erfahren, wie das Ganze für den Helden oder die Heldin ausgeht.

Das mögen manche Leser gar nicht, weil die Absicht des Autors, uns dazu zu zwingen, sein nächstes Werk zu erstehen, überdeutlich zu erkennen ist. So etwas verstimmt. In seltenen Fällen könnte ich mich auch damit eventuell noch anfreunden. Dafür müssen zwei Bedingung erfüllt sein: Erstens muss die Geschichte wirklich sehr gut und spannend sein. Zweitens muss das nächste Buch schon geschrieben und erhältlich sein. Außerdem darf es nicht zu viel kosten.

Was nach meiner Meinung gar nicht geht ist Folgendes: Wenn eine Fernsehserie mit einem Cliffhanger endet, nehmen wir als Beispiel Orange Is the New Black, eine Originalserie von Netflix, und ich ein ganzes Jahr auf die Fortsetzung warten muss.

Das frustriert mich als Zuschauerin nämlich gleich doppelt: Erstens ist es ärgerlich nicht zu wissen, wie es weitergeht, und eine unzumutbar lange Zeit warten zu müssen, bis man es erfährt. Zweitens weiß ich aus Erfahrung, dass ich nach einem Jahr längst vergessen habe, wie die vorherige Staffel endete, ja, dass es überhaupt einen Cliffhanger gab. Zwar erklärt die erste Folge einer neuen Staffel gewöhnlich, was zuletzt geschah. Doch die Geschehnisse, die zu diesem Ereignis geführt haben, bleiben für jemanden wie mich im Dunkeln, weil ich sie längst vergessen habe, was die Geschichte weniger interessant macht.

Dumm gelaufen: Weil ich mich nach einem Jahr nicht mehr daran erinnere, dass es einen Cliffhanger gab, kann der mich auch nicht zum erneuten Einschalten veranlassen. Und mein Fernsehgenuss wurde auf zweifache Weise beeinträchtigt.

Fazit: Cliffhanger kann und soll man verwenden, wenn sie zum Lesevergnügen oder Fernsehspaß der Leser und Zuschauer beitragen. Falsch eingesetzt können sie jedoch verärgern. Und das sollten wir als Autoren vermeiden.

Foto: Cliffhanger von muelo-media/Flickr (CC BY-SA 2.0)

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Freitag, 17. Juni 2016

Wie im Schaufenster live einen Roman schreiben - eine gute Idee?

Foto: http://deathtothestockphoto.com
Auf einer neuen Website (Fortschift.net) können Interessierte sozusagen dabei zuschauen, wie Autoren ihre Romane schreiben. So funktioniert es: "Mit einer Einmalzahlung von 8,99 Euro (bequem via Paypal) erhalten Sie regelmäßig Updates und bekommen nach Fertigstellung das komplett lektorierte E-Book."

Das heißt, man bezahlt das Buch im Voraus, zu einem etwas höheren Preis als sonst für E-Books von Indie-Autoren üblich, und dafür kann man das Entstehen der Geschichte sozusagen live miterleben.

Ein wenig erinnert mich das an etwas, das der Schriftsteller Harlan Ellison einmal getan hat. Im Schaufenster einer Buchhandlung sitzend hat er damals in fünf Stunden auf einer Schreibmaschine die Kurzgeschichte “The Night of Black Glass” erdacht und getippt. Allerdings konnten die Zuschauer dabei wohl nicht mitlesen, nehme ich an.

In einem Kommentar auf Google+ habe ich mir ein paar Gedanken zu dem spannenden Projekt gemacht, das Fortschrift.net zweifellos ist. Hier sind sie in etwas erweiterter Form:

Als Autorin kann ich mir das nur für kürzere Bücher vorstellen, die ich halbwegs genau durchgeplottet habe. Das habe ich ja schon zweimal bei Wattpad so gemacht, s. https://igkrimis.wordpress.com/2014/05/04/mein-krimi-experiment-bei-wattpad-geht-in-die-nachste-runde/ Bei meinen langen, komplexen Thrillern wäre das ein ziemliches Durcheinander, außer ich mogele und warte, bis das Buch annähernd fertig ist.

Der Schriftsteller Michael Meisheit löst dieses Problem, indem er die Geschichte zuerst plant, ebenfalls vor den Augen interessierter Leser, jedoch in einer geschlossenen Facebook-Gruppe, und sich erst anschließend zum Schreiben zu Fortschrift.net begibt. Eine interessante Lösung. Mehr dazu in seinem Blogpost Backstage.

Als Leserin würde es für mich wohl nicht funktionieren. Ich habe einmal ein Buch crowdgefunded, wo man auch verschiedene Kapitel und Versionen und Hintergrundmaterial (es war ein Sachbuch) vorablesen konnte. Das wurde mir schnell zu viel und ich habe gewartet, bis das Buch fertig war, und es dann gelesen. Das heißt, ich habe das Buch praktisch nur schon vorher bezahlt, was okay war, aber die anderen Möglichkeiten, nämlich hinter die Kulissen zu blicken, kaum genutzt.

Wegen dieser Überlegungen und Erfahrungen interessiert mich die Meinung meiner Leser, denn prinzipiell (s. o. das Beispiel Wattpad) bin ich Experimenten gegenüber aufgeschlossen. Sie müssen aber wenigstens Aussicht haben auf Erfolg :-)

Ihre Meinung können Sie zum Beispiel bei dem oben genannten Google+-Beitrag äußern. Und hier auf meiner Facebook-Krimiseite. Oder bei dem Post zu diesem Beitrag auf einer meiner Facebookseiten. Ich bin gespannt, ob ein solches Veröffentlichungsmodell etwas für meine Leser wäre bzw. für wie viele von Ihnen.

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